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Wie Ausgleichstraining die Performance und Gesundheit von Golfspielern verbessern kann

Aktualisiert: 5. Juni


Golfball

Golf ist nicht nur ein Spiel der Präzision und Strategie, sondern auch eine Sportart, die bestimmte körperliche Anforderungen stellt.


Da der Körper speziell in der Rumpfrotation mit großem Krafteinsatz sehr dynamisch in Schwung versetzt wird, muss die Muskulatur, Sehnen und Bänder sehr große Kräften trotzen. Es zeigte sich in Untersuchungen, dass durch die einseitigen Rotationsbewegungen Bewegungen sehr häufig Kraft & Beweglichkeitsdysbalancen entstehen, welche in weiterer Folge langfristig zu Rückenbeschwerden führen können.



Andere Sportarten wie Tennis, Bowling oder Icehockey sind auch davon betroffen.


Eine kürzlich durchgeführte Studie von Izumoto et al. (2019) hat interessante Einblicke in die physischen Auswirkungen des Golfsports auf die Rumpfmuskulatur gegeben. Die Ergebnisse liefern wertvolle Informationen für die Entwicklung von Kraft- und Beweglichkeitstrainingsprogrammen, die auf die Bedürfnisse von Golfspielern zugeschnitten sind.

 

1. Asymmetrie in der Rumpfmuskulatur

Die Studie hat gezeigt, dass Golfspieler signifikante Unterschiede in der Größe ihrer Rumpfmuskulatur zwischen der linken und rechten Körperseite entwickeln. Dies wird vor allem durch die einseitige Beanspruchung während des Golfschwungs verursacht.


2. Größeres Muskelvolumen bei Golfspielern

Verglichen mit Nicht-Golfspielern weisen Golfspieler ein größeres Volumen in mehreren Rumpfmuskeln auf, einschließlich der seitlichen Bauchwand, des Erector Spinae, des Psoas Major, des Rectus Abdominis und des Multifidus. Dies deutet darauf hin, dass Golfspielen zu einer stärkeren Entwicklung dieser Muskeln führt.


3. Die Bedeutung von Ausgleich und Symmetrie

Die beobachtete Asymmetrie kann langfristig zu Ungleichgewichten und möglicherweise zu Verletzungen führen. Ein gezieltes Ausgleichstraining, das sowohl Kraft als auch Beweglichkeit umfasst, ist entscheidend, um die Symmetrie zwischen der linken und rechten Körperseite zu fördern und das Verletzungsrisiko zu minimieren.


4. Empfehlungen für das Training

Um die Entwicklungen von Asymmetrien zu verhindern und die Leistung zu verbessern, sollten Golfspieler in ihr regelmäßiges Trainingseinheiten integrieren, die auf die Stärkung der Rumpfmuskulatur ausgerichtet sind. Besonderes Augenmerk sollte auf Übungen gelegt werden, die eine gleichmäßige Aktivierung beider Körperseiten fördern und die Beweglichkeit verbessern.


Übungsbeispiele die wir bei Training am Stadtpark mit unseren Kunden durchführen und empfehlen:


Rumpfkraft in der Rotation mit Schulterkräftigung


Hier wird speziell auch die nicht-dominante Seite gekräftigt.


Mit einem Kabelzug und der richtigen Ausführung können Kraftdefizite ausgeglichen werden und so die Kraftverhältnisse beider Körperhälften wieder einander angenähert werden.




Rumpfkraft Antirotation mit Hüftstabilisation


Bei dieser Übung trainieren wir die Antirotation der Wirbelsäule. Dies bedeutet, dass die tiefliegende Muskulatur die Wirbelsäule stabil halten muss, während die Schwerkraft, welche auf die Gliedmaßen wirkt, den Körper rotieren möchte.


Muskulatur die imstande ist der Rotation entgegenzuarbeiten, ist förderlich um auch die Dynamik eines Golfschwungs besser abfangen zu können. Gleichzeitig wird bei dieser Übung auch die Hüft- und Schulterstabilität trainiert.


Beweglichkeit Wirbelsäulenrotation


Keine Sorge diese Übung schaut im ersten Moment schwieriger aus als sie ist. Für alle Rotationsübungen gibt es vereinfachte Abwandlungen, um auf jede spezielle Ausgangsvorraussetzung einzugehen.


Wir sehen es immer wieder auch bei nicht Golfern, dass Asymmetrien der Beweglichkeit speziell in der Wirbelsäulenrotation auftreten. Zu einem gewissen Maß ist das ganz normal, allerdings sollte man bei größere Abweichungen mit einem geeigneten Training entgegenwirken, um langfristig den Bewegungsapparat gesund zu halten.


Zusätzlich empfehlen wir noch eine Reihe von weiteren Übungen mit folgenden Schwerpunkten:


  • Schultermobilität & Stabilität sowie Beweglichkeit

  • Hüftmobilität und Kräftigung

  • Training der Handgelenkskraft

  • Sensomotorisches Training


Ein Golftrainer mit weißer Kappe

Langfristige Vorteile

Neben der Verbesserung der Golffähigkeiten kann ein ausgewogenes Kraft- und Beweglichkeitstraining dazu beitragen, die allgemeine körperliche Fitness zu erhöhen, die Haltung zu verbessern und das Wohlbefinden zu steigern.

Immer mehr Untersuchungen zeigen die Notwendigkeit eines umfassenden körperlichen Trainings für Golfspieler, nicht nur zur Leistungssteigerung, sondern auch zur Förderung der körperlichen Gesundheit und zur Vermeidung von Verletzungen.

Durch die Integration von Kraft- und Beweglichkeitstraining in ihr regelmäßiges Trainingsprogramm können Golfspieler ihre Symmetrie verbessern, ihre Leistung optimieren und den Spaß am Spiel langfristig sichern.

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