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Wunderwaffe Rückentraining - so bekämpfst du chronische Rückenschmerzen

Aktualisiert: 4. Juli

In diesem Blogartikel erfahren Sie, wie häufig chronische Rückenschmerzen in Österreich vorkommen, welche Rolle Bildung und Einkommen dabei spielen und welche effektiven Maßnahmen Sie ergreifen können, um sie zu lindern. Entdecken Sie, wie Sie durch gezielte Prävention und ein besseres Verständnis der Ursachen Ihren Rücken stärken können. Viel Spaß beim Lesen!


Chronische Rückenschmerzen: Ursachen und effektive Gegenmaßnahmen


Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden weltweit. Besonders chronische Rückenschmerzen, die sich durch langanhaltende und immer wiederkehrende Episoden auszeichnen, betreffen viele Menschen und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Doch was sind die Ursachen für chronische Rückenschmerzen, und was kann man dagegen tun? In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die Hintergründe und stellen effektive Maßnahmen vor.


Was sind chronische Rückenschmerzen?


Der Begriff "chronisch" wird in der Literatur unterschiedlich definiert. Häufig spricht man von chronischen Schmerzen, wenn diese länger als sechs Monate andauern und zu Funktionsbeeinträchtigungen führen.


Rezidivierende Rückenschmerzen bezeichnen hingegen Verläufe, bei denen auf schmerzfreie Intervalle erneut schmerzhafte Episoden folgen. Sehr häufig sind chronische Rückenschmerzen rezidiv, also wiederkehrend mit wechselnden Phasen der Besserung und Verschlechterung der Schmerzthematik.


Eine weitere wichtige Unterscheidung: Spezifische vs. unspezifische Rückenschmerzen!


Rückenschmerzen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: spezifische und unspezifische Rückenschmerzen.


Unspezifische Rückenschmerzen

Unspezifische Rückenschmerzen machen etwa 85 % aller Fälle aus. Diese Art der Schmerzen ist durch Spannung, Schmerz oder Steifigkeit im unteren Rückenbereich gekennzeichnet, ohne dass eine spezifische Ursache identifiziert werden kann. Faktoren wie eine ungünstige Körperhaltung, monotone Arbeitsbedingungen und psychosoziale Belastungen spielen eine wesentliche Rolle.


Spezifische Rückenschmerzen


Etwa 15 % der Rückenschmerzen haben eine spezifische Ursache, wie zum Beispiel:


  • Bandscheibenvorfälle

  • Spondylolisthesis

  • Spinalstenosen

  • Skoliose

  • Wirbelfrakturen

  • Tumore und Infektionen


Diese Schmerzen sind auf klare pathologische Veränderungen zurückzuführen.


26 % der Österreicher (1,9 Millionen) leiden an chronischen Rückenschmerzen!

In Österreich sind chronische Rückenschmerzen weit verbreitet. Laut der österreichischen Gesundheitsbefragung (ATHIS) 2019 leiden 26 % der Bevölkerung ab 15 Jahren unter chronischen Rückenschmerzen, was etwa 1,9 Millionen Menschen entspricht. Diese Prävalenz liegt über dem EU-Durchschnitt von 22 %. Auch chronische Nackenschmerzen und Arthrosen sind in Österreich vergleichsweise häufig.


Frauen sind etwas häufiger betroffen!


Frauen sind häufiger von chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats betroffen als Männer. Bei Frauen liegt die Prävalenz für Rückenschmerzen bei 27 % im Vergleich zu 25 % bei Männern. Nackenschmerzen und Arthrosen sind bei Frauen ebenfalls häufiger.


Die Rolle des Alters


Das Alter spielt bei chronischen Rückenschmerzen natürlich eine große Rolle. Der altersbedingte Muskelabbau, hormonelle Veränderungen sowie ein geringeres Aktivitätslevel sind nur einige der vielen Ursachen. Allerdings ist das Alter allein kein Beleg dafür, dass der Rücken schmerzen muss.


Sieht man sich die Statistik an, stellt man fest, dass auch viele junge Menschen von Rückenschmerzen betroffen sind.


Bereits 10 % der 15- bis 29-Jährigen leiden an Rückenschmerzen!

Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit dieser Beschwerden zu:

Balkendiagramm

Quelle: Statistik Austria - Österreichische Gesundheitsbefragung 2019


Bei den 30- bis 59-Jährigen betrifft es bereits jeden Vierten. Im Alter von 60+ ist es dann bereits fast jeder Zweite.


"Ich selbst litt bereits damals mit mitte 20ig an chronischen Rückenschmerzen."

Ich kannte mich zu wenig mit dieser Thematik aus, trainierte falsch und hatte dadurch wenig Erfolg. Dadurch kann ich meine Kunden sehr gut verstehen. Bewegung verringerte zwar die Schmerzen, bekämpfte das Problem jedoch nicht an der Wurzel.


Mittlerweile sind Rückenschmerzen kein Thema mehr für mich. Durch viel Verständnis für meinen Körper und Trainings-Know-how habe ich das einzig Sinnvolle gemacht: meinen Rücken über lange Zeit systematisch gekräftigt.

Ich kann jedem nur folgende Tipps geben:


  1. Überlegen Sie sich, welche Aufgaben Sie in Ihrem Alltag schmerzfrei bewältigen können wollen.

  2. Trainieren Sie Ihren Körper so, dass diese Aufgaben für ihn eine Leichtigkeit werden.

  3. Wenn Sie nicht viel Zeit investieren wollen, priorisieren Sie die Thematik, die Ihnen am wichtigsten ist. Zum Beispiel: Sie haben Rückenschmerzen und kümmern sich primär um Rückentraining – sonst nichts!



Kniebeuge

Wenn ihr Rücken Kniebeugen mit zusatzgewicht durch längerfristiges Training toleriert und daurch nicht schmerzt, können Ihnen alltagstätigkeiten wie beispielsweise die Gartenarbeit wenig anhaben!


Unterschiede nach Bildung und Einkommen


Beschwerden des Bewegungsapparats nehmen mit zunehmender Bildung und steigendem Haushaltseinkommen ab. Beispielsweise leiden 42 % der Personen mit maximal Pflichtschulabschluss an chronischen Rückenschmerzen, während es bei Personen mit Matura oder einem höheren Bildungsabschluss nur 19 % sind.


Ähnlich verhält es sich mit dem Einkommen: 39 % der Personen aus dem untersten Einkommensquintil (also Personen mit dem geringsten Einkommen) leiden an Rückenschmerzen, im obersten Einkommensquintil sind es nur 20 %.


Balkendiagramm

Quelle: Statistik Austria - Österreichische Gesundheitsbefragung 2019


Der Zusammenhang zwischen Bildung, Einkommen und Rückenschmerzen verdeutlicht die Komplexität dieses Themas.


Personen mit höheren Bildungsabschlüssen kümmern sich in der Regel mehr um ihre Gesundheit, arbeiten seltener in körperlich stark belastenden Berufen und können sich bessere Gesundheitsdienstleistungen leisten. Allerdings gibt es ebenfalls hochgebildete Menschen, die trotzdem an chronischen Rückenschmerzen leiden. Du merkst bestimmt bereits, die Ursachen sind nicht einfach zu erklären und brauchen gerade deshalb einen multidimensionalen Blick.


Prävention von Rückenschmerzen


Angesichts der hohen Prävalenz von Rückenschmerzen ist Prävention ein zentraler Ansatz zur Reduzierung der Beschwerden.


Fünf wirksame Empfehlungen, die helfen können:


1. Training und Bewegung - wirkt fast immer!!!

Regelmäßige Bewegung und gezieltes Training können die Flexibilität und Stärke der Rückenmuskulatur verbessern, die Blutversorgung der spinalen Strukturen fördern und die Stimmung positiv beeinflussen. Verschiedene Trainingsprogramme, speziell das gezielte Krafttraining, haben sich in der Praxis als sehr zielführend erwiesen.


2. Rückenschulen und Informationskonzepte

Moderne Rückenschulen konzentrieren sich auf die Vermittlung gesunder Bewegungsmuster und die Sensibilisierung für rückenschonendes Verhalten. Ergänzend dazu wird die Bedeutung der Krankheitswahrnehmung und der Umgang mit Emotionen betont.


3. Ergonomische Interventionen

Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz, wie die Umgestaltung der Arbeitsumgebung und die Einführung von Hebe- und Tragehilfen, können Rückenschmerzen vorbeugen. Auch organisatorische Maßnahmen wie regelmäßige Pausen und Entspannungsübungen tragen zur Prävention bei. Achtung: Ergonomische Interventionen können hilfreich sein, in der Regel lösen diese allein die Probleme in den seltensten Fällen.


4. Hilfsmittel

Lumbale Stützgürtel und Schuheinlagen können unterstützend wirken, allerdings gibt es keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege für ihre präventive Wirksamkeit. Diese lösen meist die Probleme nicht, können allerdings beispielsweise bei stark belastenden körperlichen Tätigkeiten unterstützend eingesetzt werden.


5. Psychosoziale Faktoren und "Fear Avoidance Beliefs"


Psychosoziale Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Chronifizierung von Rückenschmerzen. Angst-Vermeidungsüberzeugungen, also die Furcht vor schmerzhaften Bewegungen und daraus resultierendes Vermeidungsverhalten, können die Schmerzen aufrechterhalten und verstärken. Daher ist es wichtig, diese Überzeugungen im diagnostischen Prozess zu berücksichtigen und gezielt therapeutische Maßnahmen dagegen zu ergreifen.

Am wirksamsten sind Konzepte, welche mehrere dieser Themen berücksichtigen und vereinen.


Fazit


Chronische Rückenschmerzen sind ein komplexes und vielschichtiges Problem. Ein tiefes Verständnis der Ursachen und eine umfassende, individuell angepasste Behandlung sind der Schlüssel zur Linderung der Beschwerden. Durch präventive Maßnahmen, gezieltes Training und eine positive Einstellung können viele Rückenschmerzen verhindert oder gemildert werden.


Wollen Sie wissen, wie Rückentraining bei Training am Stadtpark in Spittal/Drau abläuft?


In unserem Personal Training setzen wir alle diese Themen in den Fokus. Neben dem Training unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihren Körper besser zu verstehen und Vermeidungsverhalten zu identifizieren und aufzulösen.

Unser Alltag ist sehr mächtig! Deshalb reflektieren wir auch die Bewegungsabläufe unserer Kunden außerhalb des Trainings.


Die meisten trainieren nur 1-3 Stunden wöchentlich – der Rest passiert außerhalb unserer Räumlichkeiten. Um maximale Fortschritte gewährleisten zu können, ist ein ganzheitlicher Ansatz, welcher die Lebensumstände der Person berücksichtigt und positiv begünstigt, unerlässlich!


Das Alter und Fitnesslevel spielen dabei keine Rolle. Meine Mutter begann auch erst mit 60 und Wirbelsäulenproblemen mit dem Krafttraining. Mittlerweile bewegt sie mehrere 100 kg in einem Satz.

Frau die Kreuzhebt

Dieser Beitrag soll dazu beitragen, ein besseres Verständnis für chronische Rückenschmerzen zu schaffen und aufzeigen, wie man aktiv dagegen vorgehen kann.

Personal Trainer

Bleiben Sie informiert und achten Sie auf Ihren Rücken – er wird es Ihnen danken.


Sind Sie interessiert an einem Rückentraining?


Dann reservieren Sie sich am besten gleich ein kostenloses Kennenlerngespräch! Wir beraten Sie gerne!




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